Auf eine meditative Reise lädt eines der sanftesten und zugleich geheimnisvollsten Werke des 20. Jahrhunderts ein: Arvo Pärts „Fratres“ lässt bei kleinsten musikalischen Ereignissen aufhorchen und thematisiert den Gegensatz von hektischer Aktivität und erhabener Stille. Genauso fasziniert das Cellokonzert „Dance“ von Anna Clyne, das schon jetzt als Meisterwerk bezeichnet wird. Nicht nur die großartige Orchestrierung besticht, sondern auch die fesselnde und reichhaltige Verschmelzung verschiedener Einflüsse u.a. aus der irischen und jüdischen Volksmusik oder dem Barock. Interpretiert wird das Konzert von Ausnahme-Cellist Andrei Ioniță, der mit Größen wie Steven Isserlis, Gidon Kremer, Valery Gergiev und Martha Argerich auf der Bühne steht und bereits u.a. in der New Yorker Carnegie Hall, der Hamburger Elbphilharmonie oder dem Konzerthaus Berlin auftrat. In Pjotr Iljitsch Tschaikowskys letztem Werk, der 6. Sinfonie, aufgrund ihrer tiefen Emotionalität auch „Pathétique“ genannt, wechseln Momente tiefster Verzweiflung mit Klängen herzzerreißender Schönheit ab, bis sie leise verklingt. „In diese Symphonie lege ich ohne Übertreibung meine ganze Seele“, schrieb der russische Komponist damals über seine persönlichste Symphonie.
Arvo Pärt
„Fratres“ für Streichorchester und Schlagzeug
Anna Clyne
„Dance“ – Concerto for Cello and Orchestra
Pijotr Iljitsch Tschaikowsky
Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 „Pathétique“
