Zwischen klassischem Gesang, barocken Stimmen, traditioneller Musik, Beatbox und zeitgenössischen Sounds treffen acht Tänzerinnen und Tänzer in blendend weißem Licht auf engstem Raum aufeinander.
„De loin si près“ – aus der Ferne so nah – ist eine viszerale Ode an die kollektive Kraft: eine Gruppenperformance aus zeitgenössischem Tanz, Hip-Hop und Streetdance, die zwischen virtuellem und realem Raum, Chaos und Ordnung, Einsamkeit und Zusammenhalt oszilliert. Kraftvolle Choreografien, wechselnde Kostüme und ausgelassene Feierstimmung kippen immer wieder in Momente von Verzweiflung, Rebellion und stiller Isolation. Doch als Kollektiv wischt die Gruppe die raue Atmosphäre mit einem Lächeln fort. Auf einer Bühne, durchzogen von Stoffresten, wird gezerrt, verdreht und gekämpft, bis aus dem scheinbaren Chaos Verbindungen entstehen. Strukturen wachsen, ein gemeinsamer Rhythmus verdichtet sich zu einem tranceartigen Zustand. Das anfänglich formlose Stoffbündel wird weitergereicht,
von Hand zu Hand, und verwandelt sich in ein kollektives Werk, ein eigenes Gewand: Eugene.
Entstanden ist das Projekt 2020 während des Lockdowns, inspiriert von Bildern und Texten der Outsider Art – frei, verstörend, überwältigend. Sie öffnen den Blick auf Wirklichkeiten jenseits unserer Vorstellungskraft.
In Kooperation mit:
