Dienstag, 04.06.2019, 19:30 Uhr

Sternenentzündet 9. Philharmonisches Konzert

  • Bergische Symphoniker
    • # Philharmonische Konzerte
Theater und Konzerthaus Solingen
Großer Konzertsaal
Eintritt: 24,00 - 37,00 €
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Sternenentzündet  (04.06.2019 19:30)

Inhalt

Gustav Mahler (1860 - 1911)
Kindertotenlieder

Leoš Janáček (1854 - 1928)
Glagolithische Messe JW

Das Konzert beginnt mit den Kindertotenlieder, einem Liederzyklus von Gustav Mahler. In der Musik wird selten der Tod eines Kindes aufgegriffen. Gustav Mahler vertonte fünf Gedichte von Friedrich Rückert, in denen er sich mit dem Verlust seiner Kinder auseinandersetzt. Mahler macht mit berührender Wucht das Unbegreifliche spürbar und spricht direkt die Tiefen der menschlichen Psyche an. Die Mezzosopranistin Hermine Haselböck wird den Gesangspart übernehmen.

Im Anschluss spielen die Bergischen Symphoniker die Glagolitische Messe von Leoš Janáçek. Die Messe ist 1926 entstanden und gehört zu den erfolgreichen Meisterwerken Janáçeks letzten Lebensjahre. Die fünf Sätze vertonen den traditionellen Messtext mit den lateinischen Bezeichnungen Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus, werden jedoch von einem orchestralen Vorspiel, einem Orgel-Solo und einem Orchesterstück umrahmt und sind sprachlich entgegen allen Gewohnheiten im Altslawischen verfasst.

Als erfahrener Chorleiter lag Janáček die Chormusik im Blut und so verwundert es nicht, dass die Messe für vier Gesangssolisten, Doppelchor, Orgel und großes Orchester ein großformatiges Meisterwerk dieser Gattung ist.

Die deutsch-türkische Sopranistin Banu Böke studierte an der Hochschule für Musik und Theater München sowie an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Bereits während ihres Studiums erhielt sie ihr erstes Engagement an der Oper Köln. Dort gestaltete sie als Ensemblemitglied viele Partien des lyrischen Sopranfachs.  Von 2007 bis 2014 gehörte sie zum Ensemble der Wuppertaler Bühnen, wo sie ihr Repertoire um zahlreiche Partien des lyrischen und jugendlich-dramatischen Fachs erweiterte.

Gastengagements führten die Sängerin unter anderem an die Bayerische Staatsoper und an die Oper Frankfurt sowie im Konzertfach an die Philharmonien in Köln, Essen und Berlin. Banu Böke verfügt über ein ungewöhnlich vielseitiges Repertoire, das neben Opernpartien auch Musical-Rollen wie Evita und Jazzgesang umfasst. Gerne setzt sie sich für weniger Bekanntes ein, in der Oper zuletzt 2016 J. Halévys Die Jüdin am Staats theater Nürnberg und im Konzert die deutsche Uraufführung des Nazim-Oratoriums  des türkischen Komponisten, Pianisten und Bürgerrechtlers Fazil Say. Auch als Musikpädagogin ist die Künstlerin aktiv und unterrichtet an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Hermine Haselböck wurde in Österreich geboren und studierte an den Musikhochschulen in Wien und Detmold. Ihre internationale Tätigkeit als Lied- und Konzertsängerin führte sie in die Carnegie Hall New York, das Wiener Konzerthaus, den Musikverein Wien, das Mozarteum Salzburg, die Accademia Nazionale di Santa Cecilia Rom, das Gewandhaus Leipzig, die Philharmonie im Gasteig München, die Frauenkirche Dresden und das Teatro San Carlo. Zu ihren Opernrollen gehören Dorabella (Cosi fan tutte – Concertgebouw Amsterdam),  Dame (Zauberflöte – Theater an der Wien und Grand Theatre de la Ville Luxemburg), Ramiro (La Finta Giardiniera – Nationaloper Tokyo), Hänsel und zuletzt Mutter (Hänsel und Gretel – Volksoper Wien), Mercedes (Carmen), Odetta (Adelia – Donizetti), Ernesto (Il Mondo della Luna), Magd (Elektra – Festspiele Baden-Baden), Magdalene (Meistersinger von Nürnberg), Flosshilde (Rheingold), Brangäne (Tristan und Isolde), Azucena (Il Trovatore) und Fricka  (Rheingold und Walküre – Tiroler Festspiele). Ihre Solo CDs wurden mit dem Pasticciopreis von Ö1 2004, dem Alexander-Zemlinsky Förderpreis 2005 und dem Supersonic Award 2014 ausgezeichnet.

Corby Welch begann seine musikalische Karriere als lyrischer Tenor an der Staatsoper Hamburg, dem Aalto Theater Essen, dem Teatro Nacional de São Carlos in Lissabon, in Modena und Ferarra. Er trat beim Schleswig Holstein Musik Festival, beim Rheingau Musik Festival, bei den Schwetzinger Festspielen und den Ludwigsburger Schlossfestspielen auf. Der Tenor beeindruckte in diversen Rollen an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf, am Landestheater Linz, am Grand Theatre de Geneve, in der Philharmonie am Gasteig München und der Philharmonie Köln und trat mit vielen namhaften Orchestern auf wie zum Beispiel dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Hannover Rundfunkorchester, dem WDR Symphonie  Orchester Köln, dem Rundfunkorchester Berlin (RSB), dem Dänischen Radio- Symphonieorchester, dem Orchester der Accademia di Santa Cecilia sowie dem Orchestre Philharmonique  de Radio France. In der Saison 18/19 debütiert er als Siegfried im Ring der Nibelungen in Düsseldorf-Duisburg, wo er aktuell ebenfalls den Bacchus, Peter Grimes und Siegmund singt. Er kehrt zurück an die Nationaloper Riga als Erik in der neuen Produktion von Der Fliegende Holländer und singt Beethovens 9. Symphonie in Taiwan.

Alejandro Marco-Buhrmester ist ein international gefragter Sänger und einer der profiliertesten Baritone seiner Generation. Seit seinem Bayreuth-Debüt 2001 wird er regelmäßig zu den Wagner-Festspielen eingeladen. Neben seinen Verpflichtungen im Wagnerfach widmet er sich auch dem italienischen und französischen, pflegt aber auch das Konzert-Repertoire. In Oper wie Konzert gab er internationale Gastspiele unter anderem in Tokio, Paris, Madrid, Rom und Pisa, in Schweden, Dänemark, Norwegen und der Schweiz. Alejandro Marco-Buhrmester sang aber auch an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf und der Komischen Oper in Berlin, bei der Ruhrtriennale oder an der Staatsoper München. Weitere Höhepunkte waren in der letzten Spielzeit Peter/Hänsel und Gretel an der Oper Frankfurt, Ecamillo/Carmen an der Komischen Oper Berlin, Gunther/GÖTTERDÄMMERUNG mit dem Symphony Orchestra Odense, oder Don Carlo/La Forza Del Destino am Staatstheater Augsburg, dem er seit der Spielzeit 2017/18 als Ensemblemitglied angehört.

Einführungsvorträge zu beiden Konzerten hält Katherina Knees jeweils um 18.45 Uhr.

 

Mitwirkende

Bergische Symphoniker

Solisten:
Banu Böke, Sopran
Hermine Haselböck, Alt
Corby Welch, Tenor
Alejandro Marco-Buhrmester, Bariton

Chor der Bergischen Symphoniker –
Einstudierung: Stephanie Schlüter

Leitung: Peter Kuhn

Fotos

Veranstalter

Kulturmanagement Solingen