Dienstag, 04.12.2018, 19:30 Uhr

Ihr rätselvolles Auge 4. Philharmonisches Konzert

  • Bergische Symphoniker
    • # Philharmonische Konzerte
Theater und Konzerthaus Solingen
Großer Konzertsaal
Eintritt: 24,00 - 37,00 €
  • + Konzert-Abo
Ihr rätselvolles Auge (04.12.2018 19:30)

Inhalt

Johannes Brahms (1833 - 1897)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1
d-Moll op. 15

Arnold Schönberg (1874 - 1951)
Pelleas und Melisande,
Symphonische Dichtung op. 5

IHR RÄTSELVOLLES AUGE

Am Dienstag, 04. Dezember im Großen Konzertsaal des Theater und Konzerthauses Solingen und am 05. Dezember 2018 im Teo Otto Theater Remscheid jeweils um

19.30 Uhr steht das nächste Philharmonische Konzert der Bergischen Symphoniker unter der Leitung von GMD Peter Kuhn vor der Tür.

Johannes Brahms kam Anfang 20 in Düsseldorf mit Robert und Clara Schumann in Kontakt und entwickelte eine enge Beziehung zu dem Musikerehepaar. Seine erfolgreichsten

Schaffensjahre verbrachte Johannes Brahms ab 1862 im vibrierenden Wiener Schmelztiegel der Künste, wo er bis zu seinem Tod lebte und wirkte. Sein Konzert für Orchester und Klavier Nr. 1 op. 35

in d-Moll jedoch ist zwischen 1856 und 1859 im ostwestfälischen Detmold entstanden. Zuvor hatte sich der Kontakt des jungen Komponisten zu Clara Schumann intensiviert, und nachdem Robert Schumann

in Folge seines unglücklichen Sprungs in den Rhein 1854 in die Nervenheilanstalt in Bonn-Endenich eingeliefert worden war, lebte Brahms sogar eine zeitlang mit der Pianistin gemeinsam in ihrer

Düsseldorfer Wohnung. Während Clara Schumann bald wieder als Solistin auf Konzertreisen ging, schickte Brahms ihr sehnsuchtsvolle Briefe, aus denen seine romantischen Gefühle für sie sprachen.

Als Paar fanden Johannes Brahms und Clara Schumann jedoch letztendlich nie zusammen. Nach dem Tod von Robert Schumann zog die Pianistin 1856 nach Berlin und Johannes Brahms ging nach Detmold, um dort für zwei Jahre als Klavierlehrer und Chorleiter zu arbeiten. Seine Bewunderung für Clara Schumann hielt bis zu seinem Lebensende an, und die Unerfülltheit seiner Liebe weht durch das erste Klavierkonzert.

Nach der Pause spielen die Bergischen Symphoniker die symphonische Dichtung Pelleas und Melisande op. 5 von Arnold Schönberg. Auch ohne Gesang hat Schönberg in seiner Tondichtung thematisch die verschiedenen Szenen und Personen mit lebhaftem Ausdruck umgesetzt und mit einer gewaltigen Besetzung von Musikern und unter Einbeziehung sämtlicher orchestraler Mittel, die klanglich bereits die Grenzen der Tonalität stoßen, eine immense symphonische Wirkung erzielt. Formal ist Schönbergs Opus 5 aus einem Guss, doch im Inneren strukturieren verschiedene Sätze die musikalische Liebestragödie. Nach einer einleitenden Waldszene erzählt der erste Satz von Golos Begegnung mit Melisande und ihrer Hochzeit, das Scherzo vertont eine schicksalsträchtige Szene am Springbrunnen, wenn Melisande ihren Ehering verliert und das Adagio verleiht ihren aufkeimenden Gefühlen zu Golos Halbbruder Pelleas und einer dramatischen Abschieds- und Liebesszene zwischen Pelleas und Melisande Gestalt. Nachdem Golo Pelleas aus Eifersucht umgebracht hat und auch die schwangere Melisande schließlich stirbt Eckart Heiligers lebt in Zürich und ist als Solist und Kammermusiker international geschätzt. Seine vielseitige Konzerttätigkeit führt ihn in bedeutende Konzertsäle, wie z.B. ins Wiener Konzerthaus, in die Berliner Philharmonie, das Concertgebouw in Amsterdam oder die Wigmore Hall in London. Eckart Heiligers unternimmt Tourneen unter anderem in den USA, Kanada, Australien, Spanien, den Niederlanden, der Schweiz und Österreich. Zuletzt war er mit dem WDR-Sinfonieorchester, dem Dallas Symphony Orchestra und mit dem Tonhalle-Orchester Zürich zu hören. Eckart Heiligers ist seit vielen Jahren Pianist des Trio Jean Paul. Nach der Ausbildung in der Pianistenschmiede von Karl-Heinz Kämmerling erhielt er beim legendären Leon Fleisher in Baltimore und bei Hatto Beyerle (Alban Berg Quartett) prägende musikalische Impulse, die sein musikalisches Arbeiten bis heute inspirieren.

Eckart Heiligers bekleidet eine Professur an der Zürcher Hochschule der Künste und ist international als Juror und Dozent bei Meisterkursen aktiv.

Einführungsvorträge zu beiden Konzerten hält Katherina Knees jeweils um 18.45 Uhr.

Karten für das Solinger Konzert sind erhältlich ab 24,00 €

Mitwirkende

Bergische Symphoniker

Solist: Eckart Heiligers, Klavier

Leitung: Peter Kuhn

 

Veranstalter

Kulturmanagement Solingen