Dienstag, 12.03.2019, 19:30 Uhr

Großes Kino 6. Philharmonisches Konzert

  • Bergische Symphoniker
    • # Philharmonische Konzerte
Theater und Konzerthaus Solingen
Großer Konzertsaal
Eintritt: 24,00 - 37,00 €
  • + Konzert-Abo
Großes Kino (12.03.2019 19:30)

Inhalt

Alexander von Zemlinsky (1871 - 1942)
„Reigen“ aus dem Ballett „Der Triumph der Zeit“

Ernst von Dohnányi (1877 - 1960)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 h-Moll op. 42

Erich Wolfgang Korngold (1897 - 1957)
The Adventures of Robin Hood, Symphonisches Portrait für Orchester

Tauchen Sie gemeinsam mit den Bergischen Symphonikern ein in die schillernde Klangwelt des 20. Jahrhunderts ein und begegnen drei Komponisten, die nach einer bewegten Karriere in Europa durch die politischen Umstände des Zweiten Weltkriegs ihre letzten Lebensjahre in Amerika verbracht haben und dort auch gestorben sind.

Das Konzert beginnt mit dem feierlichen „Reigen“ aus dem Ballett „Der Triumph der Zeit“ von Alexander von Zemlinsky. Zemlinskys stilistisches Ziel war es, seine Musik bis an die äußersten Grenzen tonaler Harmonik voranzutreiben. Mit diesem Wunsch war er ein Vorreiter der Wiener Schule, die rund um Arnold Schönberg und seine Schüler Alban Berg und Anton Webern in den 1920er Jahren ihre Blütezeit erlebte.

Das virtuoses Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 in h-Moll op. 42 ist in den Jahren 1946 und 1947 entstanden, spiegelt Ernst von Dohnányis künstlerischen Einfallsreichtum und seinen ausgeprägten Sinn für opulente Klangfarben wider und versprüht den unverwechselbaren Charme und den grandiosen Glanz der Spätromantik. Das Klavierkonzert erinnert mit seiner melodiösen Wucht an die Filmmusik großer Hollywood-Blockbuster. Der Pianist ist Joseph Moog.

Das Konzert endet mit The Adventures of Robin Hood, einem symphonischen Portrait für Orchester von Erich Wolfgang Korngold. Zum Zeitpunkt der Entstehung dieser fulminanten Filmmusik tobte in Europa gerade die Machtübernahme der Nazis. Erich Wolfgang Korngolds Kontakte zu Warner Brothers ermöglichten es ihm jedoch glücklicherweise, seine Familie und seine Eltern in die USA zu holen, so dass er seine letzten Lebens- und Schaffensjahre in Amerika verbringen konnte, wo er am 29. November 1957 in Los Angeles gestorben ist.

Joseph Moog wurde 1987 in Ludwigshafen als Sohn zweier Musiker geboren und begann früh mit dem Klavierspiel. Er studierte als Jungstudent zunächst an der Musikhochschule Karlsruhe, danach bei Prof. Bernd Glemser an der Musikhochschule Würzburg und bei Prof. Arie Vardi an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

Ausgezeichnet mit drei großen internationalen Preisen wie dem Gramophone Classical Music Award 2015 als „Nachwuchskünstler des Jahres“, dem International Classical Music Award 2014 als „Instrumentalist des Jahres“ und 2012 als „bester Nachwuchskünstler“, besitzt Moog die seltene Gabe, atemberaubende Virtuosität mit einer reifen, tiefgründigen und intelligenten Musikalität zu verbinden. Sowohl als Meister des gängigen wie auch des seltenen oder in Vergessenheit geratenen Repertoires hat sich der für den Grammy nominierte junge Interpret international einen Namen gemacht; aber auch eigene Kompositionen bereichern immer wieder seine Klavierabende. Die Saison 2015/16 eröffnete er mit der legendären ,Meesterpianisten‘-Reihe im Concertgebouw Amsterdam. Es folgten Debüts mit dem Beethoven Orchester Bonn, BBC National Orchestra of Wales, Philharmonie Zuidnederland und ein Recital im Moskauer International House of Music. Im Januar 2016 kehrte Joseph Moog nach Paris ins Auditorium du Louvre zurück, wo sein Klavierabend live von Medici TV ausgestrahlt wurde.

Einführungsvorträge zum Konzert hält Katherina Knees jeweils um 18.45 Uhr.
Das Konzert wird von WDR3 mitgeschnitten.

 

 

Veranstalter

Kulturmanagement Solingen