Eine offene Tür für jedermann

Seit Anfang März ist der gebürtige Essener Dirk Beck der neue Technische Leiter des Theater und Konzerthauses.

Der verheiratete Vater von zwei Kindern und Herrchen von Goldendoodle Lennox arbeitete bereits mit Regisseuren wie Dietrich Hilsdorf und Anselm Weber zusammen und verantwortete im Laufe seiner Karriere die technische Umsetzung unzähliger Opern- und Ballettinszenierungen. Maik Frömmrich vom Kulturmanagement hat mit dem Texel-Fan über seinen neuen Job gesprochen.

Maik Frömmrich: Herr Beck, skizzieren Sie doch mal kurz Ihren beruflichen Werdegang.

Dirk Beck: Nach einer Elektroausbildung und dem Wehrdienst bei der Bundeswehr habe ich mich für vier Jahre als Ausbilder bei der Luftwaffe verpflichtet. Danach wollte ich wieder in die Elektrobranche, doch auf Vorschlag einer Mitarbeiterin des Arbeitsamts habe ich mich 1988 beim Aalto Theater in Essen beworben. Und so durfte ich dort im April 1989 als Beleuchter anfangen. Im Laufe der Jahre habe ich erst meinen Beleuchtungsmeister gemacht, wurde dann stellvertretender Meister, Beleuchtungsinspektor, Abteilungsleiter Beleuchtung und schließlich Technischer Direktor. Der Vorschlag der Geschäftsführung Technischer Direktor zu werden hat mich sehr überrascht. Entscheidend für die Zusage war für mich am Ende der Zuspruch meiner Familie sowie meiner Kollegen, mit denen ich schon viele Jahre sehr gut zusammengearbeitet habe. Und so habe ich die neue Aufgabe als Technischer Direktor für 8 Jahre in Essen übernommen.

Frömmrich: Das klingt nach einem erfolgreichen Werdegang in einem großen renommierten Opernhaus. Warum haben Sie sich dann als Technischer Leiter in Solingen beworben?

Beck: Ich wollte einfach mal schauen wie mein Stellenwert in der Theaterlandschaft ist, um später nicht zu bereuen noch mal eine neue Herausforderung angenommen zu haben. Ein Mitarbeiter einer externen Firma erzählte mir, dass in Solingen der Technische Leiter in Rente gehen würde und dass das ein tolles Haus mit tollen Mitarbeitern sei. Da wurde ich natürlich hellhörig und habe einfach mal meinen Vorgänger Klaus-Peter Voigt angerufen. Wir vereinbarten spontan einen Termin.

Frömmrich: Und wie war Ihr erster Eindruck?

Beck: Mir gefiel das Haus auf Anhieb. Die Ordnung und Sauberkeit im und um das Haus herum haben mich beeindruckt. Das Theater ist auch ein Aushängeschild für das Publikum, dementsprechend muss es auch von außen ordentlich aussehen. Als ich dann noch den Theatersaal und den Konzertsaal gesehen habe war mir klar, dass ich mir einen Jobwechsel sehr gut vorstellen könnte.

Frömmrich: Nach 31 Jahren von einem großen Opernhaus mit eigenem Ensemble in ein Programmtheater nach Solingen zu wechseln ist aber schon eine interessante Entscheidung.

Beck: Ich habe ein Haus gesucht, in dem noch wirklich Theateratmosphäre herrscht, deshalb habe ich schließlich mal im Theater angefangen. Diese Nähe zur Bühne ist in einem kleineren Haus mit einem kleineren Team natürlich spürbarer. Die riesige Bühnenmaschinerie in Essen ist sehr wartungsintensiv, da liegt der Schwerpunkt oft in anderen Bereichen.

Frömmrich: Was reizt Sie denn an der Stelle in Solingen?

Beck: Die Vielfalt der Veranstaltungen im Haus. Neben den Theateraufführungen gibt es in Solingen mit Messen, Bällen, Tagungen und sogar einer jährlichen Autoschau wirklich viele unterschiedliche und interessante Formate. Wir hatten im Aalto Theater auch ab und an externe Veranstaltungen und die Vorbereitung und Planung dieser hat mir immer sehr viel Spaß gemacht. Diese unterscheidet sich doch erheblich von den Planungsabläufen einer Eigeninszenierung.

Frömmrich: Und wie fühlen Sie sich nach den ersten Wochen hier in Solingen?

Beck: Ich fühle mich sehr wohl. Ich habe schon einige Vier-Augen-Gespräche geführt und bereits jetzt schöne Feedbacks der Kollegen bekommen. Meine Tür steht jederzeit offen und ich versuche immer mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Menschlichkeit und eine angenehme Arbeitsatmosphäre stehen für mich ganz weit oben auf der Agenda und ich habe das Gefühl, dass ich mit meiner Einstellung sehr gut ins Team passe.

Frömmrich: Gibt es schon Projekte oder Vorhaben auf die Sie sich besonders freuen?

Beck: Ich freue mich auf unsere Eigeninszenierung von „She Loves Me“, einer Produktion des Kulturmanagements Solingen und der Folkwang Universität der Künste. Da ich immer noch sehr gerne mit Licht arbeite, ist das eine tolle Möglichkeit, meine Kreativität auszuleben. Außerdem wird das in den nächsten Jahren angedachte Zukunftskonzept für das Haus eine spannende Herausforderung. Ich schaue zuversichtlich in die Zukunft und freue mich gemeinsam mit dem gesamten Team für die Solinger etwas zu bewegen.

Frömmrich: Herzlichen Dank für das Gespräch. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Zeit im Theater und Konzerthaus Solingen.

 


Die nächsten Veranstaltungen:

Mi, 21.10.2020, 10:00 Uhr

Däumelinchen - ABGESAGT Märchen von Hans Christian Andersen

  • # Junges Publikum
    • # Kindertheater
Hazel Brugger
Fr, 23.10.2020, 20:00 Uhr

Hazel Brugger - WIRD VERSCHOBEN auf 2021 in Wuppertal Tropical

  • # Kabarett, Comedy, Lesung
    • # Zu Gast
So, 25.10.2020, 19:00 Uhr

2. Museumskonzert - AUSVERKAUFT Alexander Krichel, Klavier

  • # Musik
    • # Museumskonzerte
Tatjana Ruhland
Di, 27.10.2020, 19:30 Uhr

Voller Energie - AUSVERKAUFT 3. Philharmonisches Konzert

  • # Bergische Symphoniker
    • # Philharmonische Konzerte
rausgemobbt
Mi, 28.10.2020, 09:30 Uhr

R@usgemobbt 2.0 - AUSVERKAUFT Ein Theaterstück zum Thema Cybermobbing für die Jahrgangsstufen 6 und 7

  • # Junges Publikum
    • # Jugendtheater
rausgemobbt
Mi, 28.10.2020, 12:00 Uhr

R@usgemobbt 2.0 - AUSVERKAUFT Ein Theaterstück zum Thema Cybermobbing für die Jahrgangsstufen 6 und 7

  • # Junges Publikum
    • # Jugendtheater

Broadway Fieber Solingen

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